Wissen · Gewürzkunde

Chili-Sorten Vergleich: mild bis feurig

Von mild bis extrem scharf: Die wichtigsten Chili-Sorten mit Scoville-Werten, Aromaprofilen und Küchen-Tipps im Vergleich. Kauftipps und Rezepte entdecken.

Lesezeit Mai 2026 von MrCOLOMBO
Chili-Sorten Vergleich: mild bis feurig

Chili-Sorten unterscheiden sich vor allem in einem Wert: der Schärfe, gemessen in Scoville-Einheiten (SHU). Die Bandbreite reicht von der praktisch milden Gemüsepaprika (0 SHU) über den Jalapeno (2.500-8.000 SHU) und den Habanero (100.000-350.000 SHU) bis zur aktuell schärfsten Sorte Pepper X mit 2.693.000 SHU (Guinness-Weltrekord 2023). Verantwortlich für das Brennen ist der Pflanzenstoff Capsaicin, der an den Wärmerezeptor TRPV1 im Mund bindet.

Weltweit gibt es über 4.000 Chili-Sorten, die sich auf fünf kultivierte Capsicum-Arten verteilen. Wir bei MrCOLOMBO importieren unser geröstetes Chili-Pulver direkt aus Sri Lanka, wo Chili (lokal "miris") fester Bestandteil fast jeder Mahlzeit ist. In diesem Vergleich ordnen wir die wichtigsten Sorten nach Schärfe, Herkunft und Küchen-Einsatz und stützen uns dabei auf Studien von BfR, EFSA und dem Chile Pepper Institute der New Mexico State University.

Kurzantwort

Welche Chili-Sorten gibt es und wie scharf sind sie? Die wichtigsten Speisechilis reichen von mild (Paprika 0 SHU, Ancho 1.000-2.500 SHU) über mittel (Jalapeno 2.500-8.000 SHU, Cayenne 30.000-50.000 SHU) bis sehr scharf (Habanero 100.000-350.000 SHU, Bhut Jolokia über 1.000.000 SHU). Gemessen wird die Schärfe auf der Scoville-Skala, heute per HPLC-Analyse, wobei 16 SHU rund 1 mg Capsaicinoid pro Kilogramm entsprechen (Chile Pepper Institute, NMSU).

Auf einen Blick

2.693.000
Scoville-Einheiten der schärfsten Chili Pepper X (Guinness 2023)
38 Mio. t
Globale Chili-Produktion pro Jahr (FAO, 2021)
5 mg/kg
Capsaicin pro Kilogramm Körpergewicht als sichere Obergrenze je Mahlzeit (BfR, 2024)
01 · Schärfemessung

Scoville-Skala: So wird Schärfe objektiv gemessen

Die Scoville-Skala geht auf den Pharmazeuten Wilbur Scoville zurück, der 1912 bei Parke-Davis einen organoleptischen Test entwickelte (Scoville, 1912). Dabei wurde ein Chili-Extrakt so lange mit Zuckerwasser verdünnt, bis eine Testgruppe keine Schärfe mehr schmeckte. Die nötige Verdünnung ergab den Scoville-Wert. Das Verfahren war subjektiv und hatte eine Schwankung von bis zu 50 Prozent. Das war unpräzise. Seit den 1980er-Jahren misst man Schärfe deshalb objektiv per Hochleistungsflüssigkeitschromatografie (HPLC), die den Capsaicinoid-Gehalt direkt bestimmt. Das Chile Pepper Institute der New Mexico State University, weltweit die einzige auf Capsicum spezialisierte Forschungseinrichtung, nennt als Umrechnung: 16 SHU entsprechen etwa 1 mg Capsaicinoid pro Kilogramm (Chile Pepper Institute, 2021).

Wie stark der Capsaicin-Gehalt selbst innerhalb einer Art schwankt, zeigt eine HPLC-Studie von Barbero et al. (2018): Die Werte reichten von 22,8 mg/kg bis 9.097,3 mg/kg Trockenmasse. Boden, Klima, Reifegrad und Trocknung beeinflussen das Ergebnis stark, weshalb Scoville-Angaben immer Spannen und keine festen Zahlen sind. Eine Analyse von 133 Capsicum-Akzessionen ermittelte Spitzenwerte von 924,27 Mikrogramm Capsaicin pro Gramm Trockenmasse (Zia-ur-Rehman et al., 2025). Auch das Capsaicinoid-Profil unterscheidet sich je Art: Bei Capsicum annuum liegt das Verhältnis von Capsaicin zu Dihydrocapsaicin bei etwa 64:30, bei der besonders scharfen Art Capsicum chinense bei 73:25 (Bosland und Coon, 2021). Das erklärt, warum Habaneros nicht nur schärfer, sondern auch anders brennen als Jalapenos.

Die Scoville-Skala ordnet Chili-Sorten von der milden Paprika bis zur extrem scharfen Pepper X. Die Spannen variieren je nach Anbau und Reifegrad.
Die Scoville-Skala ordnet Chili-Sorten von der milden Paprika bis zur extrem scharfen Pepper X. Die Spannen variieren je nach Anbau und Reifegrad.
02 · Sortenvergleich

Welche Chili-Sorten gibt es von mild bis extrem scharf?

Speisechilis lassen sich grob in vier Schärfegruppen einteilen. Mild sind Paprika und Ancho (getrockneter Poblano, 1.000-2.500 SHU) mit Noten von Rosine und Schokolade. Mittelscharf sind Jalapeno (2.500-8.000 SHU) und der koreanische Gochugaru sowie Cayenne (30.000-50.000 SHU). Scharf wird es bei Thai Chili oder Bird's Eye (50.000-100.000 SHU), die laut thailändischen Quellen rund 15-mal schärfer sind als ein Jalapeno (Mae Jum, 2024). Sehr scharf sind Habanero und Scotch Bonnet (100.000-350.000 SHU) mit fruchtigem Aroma. In der Extremklasse stehen Bhut Jolokia (Ghost Pepper, über 1.000.000 SHU), Carolina Reaper (1.400.000-2.200.000 SHU) und Pepper X (2.693.000 SHU), die alle vom Züchter Ed Currie stammen.

Die folgende Tabelle zeigt die gängigsten Sorten mit ihren typischen Scoville-Werten und Aromaprofilen. Wichtig: Es handelt sich um Richtwerte, die je nach Herkunft schwanken. Wer Schärfe zähmen will, entfernt die hellen Innenwände (Plazenta) und die Samen, denn dort sitzt der Großteil des Capsaicins, das sich um bis zu 70 Prozent reduzieren lässt, ohne dass das Aroma verloren geht (Kevin Is Cooking, 2024).

Sorte Scoville (SHU) Aroma Typische Küche
Gemüsepaprika 0 süß, mild europäisch
Ancho / Poblano 1.000-2.500 Rosine, Schokolade mexikanisch
Jalapeno 2.500-8.000 grün, frisch Tex-Mex, Salsa
Cayenne 30.000-50.000 scharf, neutral international, Pulver
Thai Chili / Bird's Eye 50.000-100.000 direkt, grasig thailändisch
Habanero / Scotch Bonnet 100.000-350.000 fruchtig, tropisch karibisch
Bhut Jolokia (Ghost) über 1.000.000 rauchig, brennend indisch, Hot Sauce
Carolina Reaper 1.400.000-2.200.000 fruchtig-extrem Challenges
Pepper X 2.693.000 extrem, kurz fruchtig Rekord, nicht im Handel
03 · Anbau & Handel

Anbau und Weltmarkt: Wo Chili wächst

Chili ist eine der wichtigsten Gewürzpflanzen der Welt. Laut FAO wurden 2021 rund 38 Millionen Tonnen frische Chilis und Paprika geerntet (FAO, 2021). Die größten Produzenten sind China (etwa 30 Prozent), Indien (22 Prozent) und Mexiko (11 Prozent). Indien allein erntete 2024 rund 5,3 Millionen Tonnen und ist zugleich der weltgrößte Exporteur getrockneter Chilis. Der globale Markt für Chili wuchs 2025 auf 10,88 Milliarden US-Dollar und soll bis 2032 auf 17,06 Milliarden US-Dollar steigen (360iResearch, 2025). Treiber sind die wachsende Beliebtheit internationaler Küchen und der Trend zu Clean-Label-Produkten. Botanisch verteilen sich alle Sorten auf fünf kultivierte Arten: Capsicum annuum (Jalapeno, Cayenne, Paprika), C. chinense (Habanero, Bhut Jolokia), C. frutescens (Tabasco, Bird's Eye), C. baccatum (Aji-Sorten) und C. pubescens (Rocoto).

Auch in Sri Lanka spielt Chili eine zentrale Rolle, sowohl in der Küche als auch in der Landwirtschaft. Nach Daten des Forschungsinstituts HARTI produzierte die Insel 2023 rund 67.397 Tonnen grüne Chili, aber nur etwa 7.500 Tonnen Trockenchili, sodass zusätzlich rund 40.055 Tonnen aus Indien importiert wurden (HARTI, 2020). Es existieren zehn offizielle Sorten von MI-1 bis MIPC 1; der erste lokale Hybrid MICH HY 1 (2015) bringt ein Ertragspotenzial von 32 Tonnen pro Hektar. Wir bei MrCOLOMBO kennen die Anbauregionen in der Trockenzone rund um Jaffna und die Nordprovinz aus eigener Erfahrung. Für unser geröstetes Chili-Pulver arbeiten wir direkt mit Kleinbauern zusammen, ohne Zwischenhändler. Mehr über die Herkunft unserer Produkte steht im Beitrag zu Gewürzen aus Sri Lanka.

Das Rösten vor dem Mahlen ist in der südasiatischen Küche eine bewusste Technik. Es baut die rohe, stechende Schärfe ab und entwickelt rauchige, nussige Aromen, ähnlich wie beim mexikanischen Rösten ganzer Chilis für Mole. Unser Chili-Pulver entsteht aus sonnengetrockneten, gerösteten Schoten und liegt im mittleren Schärfebereich, vergleichbar mit Cayenne. Wer milde, farbgebende Schärfe für Reisgerichte und Currys sucht, ist damit gut bedient, ohne dass das Essen unangenehm brennt. Die übrige Auswahl an scharfen Gewürzen findest du in der Chili-Collection.

04 · Küche

Welche Chili-Sorte passt zu welchem Gericht?

Die richtige Chili hängt weniger von der reinen Schärfe ab als vom Aroma und der Küche. In Mexiko bildet die "Holy Trinity" aus Ancho, Guajillo und Pasilla die Basis vieler Mole-Saucen, oft im Verhältnis 2:1:1, wobei die getrockneten Schoten rund 20 Sekunden pro Seite geröstet werden (Mexican Please, 2024). Ancho schmeckt rosinensüß, Guajillo bringt Beerennoten. In der koreanischen Küche dominiert Gochugaru, ein grob gemahlenes Pulver aus sonnengetrockneten, entkernten Paprika mit süß-rauchigem Geschmack und milder bis mittlerer Schärfe, die Grundlage für Kimchi und Gochujang (My Korean Kitchen, 2024). Thailändische Gerichte wie Green Curry oder Som Tam setzen auf Prik Kee Noo (Bird's Eye) für den direkten, sofortigen Schärfe-Hit.

In der Sichuan-Küche treffen Facing-Heaven-Chilis (Chao Tian Jiao) auf Szechuan-Pfeffer, das berühmte "Ma La"-Prinzip aus Taubheit (Pfeffer) und Schärfe (Chili). Für die würzige Tiefe vieler südasiatischer Gerichte eignet sich auch unser Sri-Lanka-Curry-Rezept, in dem geröstetes Chili eine tragende Rolle spielt. Indische Gerichte wie Goa-Vindaloo nutzen Kashmiri-Chilis, die viel Farbe bei moderater Schärfe liefern (Swasthi's Recipes, 2024). Eine einfache Faustregel: Große, fleischige Sorten wie Poblano oder Anaheim eignen sich zum Füllen und Rösten, kleine dünnwandige Sorten wie Cayenne und Thai Chili zum Trocknen und Mahlen. Wer milde Schärfe mit Farbe will, greift zu geröstetem Chili-Pulver oder Kashmiri-Typen; wer Hitze sucht, zu Habanero oder Bird's Eye.

In Sri Lanka würzt man nicht, um zu brennen, sondern um Tiefe zu erzeugen. Geröstetes Chili-Pulver gibt einem Dhal Farbe und Rauch, lange bevor es scharf wird.

MrCOLOMBO Erfahrungsbericht
Von mexikanischem Mole über koreanisches Kimchi bis zum Thai-Curry: Jede Küche hat ihre charakteristischen Chili-Sorten.
Von mexikanischem Mole über koreanisches Kimchi bis zum Thai-Curry: Jede Küche hat ihre charakteristischen Chili-Sorten.
05 · Gesundheit

Wie wirkt Capsaicin auf den Körper?

Das Brennen von Chili entsteht, weil Capsaicin an den Rezeptor TRPV1 in der Mundschleimhaut bindet, denselben Rezeptor, der auch auf Hitze reagiert. Das Gehirn interpretiert das Signal als Wärme oder Schmerz, obwohl keine echte Temperaturveränderung stattfindet (Yang und Zhong, 2016). Es brennt, ohne dass es heiß ist. Bei wiederholter Stimulation tritt eine Desensibilisierung ein, was den paradoxen Effekt erklärt, dass topische Capsaicin-Präparate in der Schmerztherapie eingesetzt werden. Wissenschaftlich wird Capsaicin intensiv untersucht: Eine Meta-Analyse fand, dass Capsaicinoide den Ruhe-Energieumsatz im Schnitt um rund 34 kcal pro Tag erhöhen und die Fettoxidation steigern können (Whiting et al., 2012). Das ist ein messbarer, aber moderater Effekt und kein Schlankheitsmittel.

Auch für das Herz-Kreislauf-System gibt es Beobachtungsdaten. Eine Pooled-Analyse mit 564.748 Teilnehmern beobachtete bei regelmäßigem Chili-Konsum eine niedrigere kardiovaskuläre Sterblichkeit (Bonaccio et al., 2019), und eine Meta-Analyse prospektiver Kohortenstudien ermittelte ein um 12 Prozent geringeres Risiko für die Gesamtsterblichkeit bei regelmäßigem Chili-Konsum (Ofori-Asenso et al., 2021). Solche Studien zeigen Zusammenhänge, keine Ursache-Wirkung. Daneben sind Chilis nährstoffreich: Reife rote Schoten enthalten je nach Sorte 124 bis 338 Prozent des Vitamin-C-Tagesbedarfs und doppelt so viel wie grüne Früchte (Islam et al., 2022). Der rote Farbstoff Capsanthin macht bis zu 50 Prozent der Carotinoide aus (Giuffrida et al., 2020).

Unser Weg bei MrCOLOMBO

Wir formulieren bewusst vorsichtig: Chili ist ein Gewürz, kein Heilmittel. Gesundheitsbezogene Aussagen orientieren wir an EFSA und BfR. Wer mehr über Inhaltsstoffe und Qualität wissen will, findet Hintergründe im Beitrag zu den Vorteilen von Bio-Gewürzen.

06 · Sicherheit

Wie viel Schärfe ist gesund?

Moderate Schärfe gilt als unbedenklich. Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt als sichere Obergrenze etwa 5 mg Capsaicin pro Kilogramm Körpergewicht pro Mahlzeit (BfR, 2024). Für eine 70 kg schwere Person wären das rund 350 mg Capsaicin auf einmal, eine Menge, die mit normalem Essen kaum erreicht wird. Produkte mit mehr als 100 mg Capsaicin pro Kilogramm müssen gekennzeichnet werden, und bei sehr hohen Gehalten über 6.000 mg/kg empfiehlt das BfR eine einzelfallbezogene Sicherheitsprüfung. Das BfR stellt zugleich klar, dass der traditionelle Chili-Konsum in afrikanischen, arabischen, südamerikanischen und asiatischen Küchen nicht mit akuten Gesundheitsschäden verbunden ist (BfR, 2011). Risikobehaftet sind dagegen extreme Schärfe-Challenges mit Superhot-Extrakten.

Wer Schärfe bisher nicht gewohnt ist, sollte sich schrittweise herantasten, denn der Körper gewöhnt sich an Capsaicin (Desensibilisierung). Die EFSA bewertet die gesundheitlichen Risiken von Capsaicinoiden als Grundlage europäischer Regelungen für extrem scharfe Lebensmittel (EFSA, 2023). Wichtig ist auch, dass Schärfe sehr individuell empfunden wird und bei Kindern anders wirkt als bei Erwachsenen.

Wichtig

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Säuglinge und Kleinkinder sollten von scharfen Speisen ferngehalten werden. Bei empfindlichem Magen oder gesundheitlichen Fragen wende dich an deinen Arzt oder Apotheker.

07 · Einkauf

Worauf solltest du beim Chili-Kauf achten?

Qualität ist bei Chili kein Luxus, sondern eine Frage der Sicherheit. Öko-Test prüfte 33 Paprikapulver-Proben und fand erhebliche Pestizidbelastungen; ein einzelnes Produkt enthielt 23 verschiedene Pestizide, während alle Bio-Produkte deutlich besser abschnitten (Öko-Test, 2024). Auch das Bundesamt für Verbraucherschutz stellte fest, dass rund 26 Prozent der untersuchten Chilipulver-Proben die Rückstandshöchstmengen überschritten und Mykotoxine wie Aflatoxine in Chili aus Drittländern häufig vorkommen (BVL, 2020). Das spricht klar für Bio-Ware mit transparenter Herkunft und kurzen Lieferketten. Wir bei MrCOLOMBO beziehen unseren Chili direkt von Kleinbauern in Sri Lanka und kennen jede Station der Lieferkette persönlich.

Beim Einkauf gelten dieselben Regeln wie für alle Gewürze: luftdicht und lichtgeschützt verpackt kaufen, kleine Mengen wählen und innerhalb von drei bis sechs Monaten verbrauchen, weil ätherische Öle und Capsaicin mit der Zeit verfliegen. Ganze, getrocknete Schoten halten länger als gemahlenes Pulver. Farbe und Aroma sind die besten Frischeindikatoren: Ein lebendiges Rot und ein deutlicher Duft sprechen für Qualität, ein blasses, muffiges Pulver für Überlagerung. Wie du Frische und Reinheit erkennst, erklärt der Beitrag Gewürzqualität erkennen; Tipps zur Aufbewahrung findest du unter Gewürze richtig lagern.

Checkliste für den Chili-Kauf

1

Bio oder konventionell? Bio-Ware schnitt im Öko-Test (2024) durchweg besser ab und ist mit weniger Pestiziden belastet.

2

Herkunft transparent? Land und Erzeuger sollten auf dem Etikett stehen, idealerweise mit kurzer Lieferkette.

3

Ganz oder gemahlen? Ganze Schoten halten länger und bewahren mehr Aroma als Pulver.

4

Farbe und Duft? Kräftiges Rot und intensiver Geruch sind Frischeindikatoren, blass und muffig deutet auf Überlagerung.

Bio-Qualität, transparente Herkunft und kurze Lieferketten reduzieren das Risiko von Pestizid- und Mykotoxin-Rückständen im Chili.
Bio-Qualität, transparente Herkunft und kurze Lieferketten reduzieren das Risiko von Pestizid- und Mykotoxin-Rückständen im Chili.
Fazit

Fazit: Die richtige Chili für jeden Geschmack

Die richtige Chili-Sorte ist eine Frage von Aroma, Küche und Schärfetoleranz, nicht nur von der höchsten Scoville-Zahl. Für den Alltag genügen oft milde bis mittlere Sorten wie geröstetes Chili-Pulver, Cayenne oder Kashmiri, die Farbe und Tiefe geben, ohne zu überfordern. Wer es feurig mag, findet in Habanero, Bird's Eye oder den Superhots eine eigene Welt, sollte aber die BfR-Empfehlungen im Blick behalten. Entscheidend bleibt die Qualität: Bio-Herkunft und transparente Lieferketten schützen vor Pestiziden und Mykotoxinen. Unser geröstetes Chili aus Sri Lanka steht für genau diesen Anspruch. Lust auf mehr Würze? Stöbere in unserem Gewürz-Sortiment aus Direktimport.

Häufige Fragen

Was du über Chili-Sorten wissen solltest.

Die häufigsten Fragen zu Schärfe, Sorten und Sicherheit - kurz und klar beantwortet.

Aktuell ist Pepper X mit 2.693.000 Scoville-Einheiten die schärfste Chili und hält seit Oktober 2023 den Guinness-Weltrekord. Sie wurde vom US-Züchter Ed Currie entwickelt; die Samen sind nicht öffentlich erhältlich.
Die Scoville-Skala misst die Schärfe von Chilis. Ursprünglich wurde 1912 ein Extrakt so lange verdünnt, bis keine Schärfe mehr schmeckbar war. Heute bestimmt man den Capsaicinoid-Gehalt per HPLC: 16 SHU entsprechen etwa 1 mg Capsaicinoid pro Kilogramm.
Der Jalapeno ist mild bis mittelscharf (2.500-8.000 SHU) und frisch-grün im Geschmack. Cayenne liegt bei 30.000-50.000 SHU und schmeckt neutral-scharf. Der Habanero ist mit 100.000-350.000 SHU deutlich schärfer und fruchtig-tropisch im Aroma.
Traditioneller Chili-Konsum ist laut BfR (2011) nicht mit akuten Gesundheitsschäden verbunden. Als sichere Obergrenze gelten etwa 5 mg Capsaicin pro Kilogramm Körpergewicht pro Mahlzeit (BfR, 2024). Risikobehaftet sind nur extreme Schärfe-Challenges mit Superhot-Extrakten; Kleinkinder sollten scharfe Speisen meiden.
Das meiste Capsaicin sitzt in den hellen Innenwänden (Plazenta) und an den Samen. Entfernt man beides, lässt sich die Schärfe um bis zu 70 Prozent senken, ohne dass das Aroma verloren geht. Auch das Rösten großer, fleischiger Sorten mildert die Schärfe und bringt Süße hervor.
Für Currys eignen sich milde bis mittlere Sorten mit viel Farbe, etwa geröstetes Chili-Pulver oder Kashmiri-Chili, die Tiefe geben, ohne unangenehm zu brennen. In Sri Lanka und Indien wird Chili häufig vor dem Mahlen geröstet, was die rohe Schärfe abbaut und rauchige Aromen entwickelt.
Achte auf Bio-Qualität und transparente Herkunft, denn Öko-Test (2024) und das BVL (2020) fanden in konventionellem Chilipulver häufig Pestizide und Mykotoxine. Kaufe kleine Mengen, lagere luftdicht und lichtgeschützt und verbrauche das Pulver innerhalb von drei bis sechs Monaten.
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Wir importieren Premiumgewürze direkt von Kleinbauern aus Sri Lanka. Vom Chili-Feld in der Nordprovinz bis zum Versand in Deutschland - wir kennen jede Station der Lieferkette persönlich.

Quellen & Nachweise
  • Bosland, P. W. und Coon, D. (2021): Heat profiles of superhot and New Mexican type chile peppers. Scientia Horticulturae, 287.
  • Barbero, G. F. et al. (2018): Characterization of Different Capsicum Varieties by Evaluation of Their Capsaicinoids Content by HPLC. Molecules, 23(12).
  • Zia-ur-Rehman et al. (2025): Exploring biochemical variability in Capsicum annuum germplasm through HPLC analysis. Genetic Resources and Crop Evolution.
  • Whiting, S. et al. (2012): Could capsaicinoids help to support weight management? Appetite, 73, 183-188.
  • Bonaccio, M. et al. (2019): Chili Pepper Consumption and Cardiovascular Mortality. Journal of the American College of Cardiology (JACC).
  • Ofori-Asenso, R. et al. (2021): Association of Spicy Chilli Food Consumption With Cardiovascular and All-Cause Mortality: A Meta-Analysis. Angiology, 72(7).
  • Yang, F. und Zhong, S. (2016): Understand spiciness: mechanism of TRPV1 channel activation by capsaicin. Protein & Cell, 8(3), 169-177.
  • Islam, M. et al. (2022): Antioxidant, Anti-Obesity, Nutritional and Other Beneficial Effects of Different Chili Pepper: A Review. Molecules, 27(3).
  • Giuffrida, D. et al. (2020): Chili Pepper Carotenoids: Nutraceutical Properties and Mechanisms of Action. Molecules, 25(23), 5573.
  • BfR (2024): Hohe Capsaicin-Gehalte können gesundheitliche Risiken bergen. Stellungnahme 027/2024.
  • BfR (2011): Zu scharf ist nicht gesund - Lebensmittel mit sehr hohen Capsaicingehalten können der Gesundheit schaden.
  • EFSA (2023): Hot chilli peppers - Health risks of capsaicin(oids). EFSA Scientific Colloquium.
  • Chile Pepper Institute, NMSU (2021): Measuring Chile Pepper Heat. New Mexico State University.
  • FAO / FAOSTAT (2024): Chillies and peppers, green - Production Statistics, 2021.
  • HARTI Sri Lanka (2020): Local Hybrid Chili Cultivation and Dry Chili Production. Research Report No. 48.
  • Öko-Test (2024): Gewürze im Test - Viele Produkte enthalten Pestizide.
  • BVL (2020): Gewürze mit Mykotoxinen und Pestiziden. Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.
  • Scoville, W. L. (1912): Note on Capsicums. Journal of the American Pharmaceutical Association, 1(5).

Zuletzt aktualisiert: Juni 2026

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